Achtung, bissige Löwen

90 Minuten vorüber. 2:2 auf der Anzeigetafel. Gedankenflipper und Reizüberflutung im Hirn. Anlehnen. Meine Hand streckt sich aus. Erstmal ein Bier. Und dann der erfrischende Schluck. Durchatmen. Was war das denn heute?

Auch wenn Partien mitten in der Woche auf der Beliebtheitsskala nicht sonderlich hoch stehen, sind Abendspiele doch immer noch die schönsten. Das Stadion leuchtet in allen Farben und das Spotlight ist genau da, wo es hingehört. Auf dem Platz.

Ich für meinen Teil hatte zu Spielbeginn ein sehr gutes Gefühl. Fast schon zu gut. Unser FCSP schien den anfänglich holprigen Start einigermaßen abgefedert zu haben und man spürte die Lust auf den nächsten Heimsieg. Das gewisse Kribbeln. Also Top-Stimmung und Top-Zuversicht auf Top-Sankt-Pauli-Tore! Tja, aber dann kam es doch wie es kommen musste: Manege frei für die bissigen Löwen! Keine Schmusekatzen. Von der ersten bis zur letzten Minute war 1860 ein Gegner, der es drauf hatte, schnell die Flügel zu wechseln und unserem FCSP an diesem Donnerstagabend alles abzuverlangen. Eine Partie, bei der jeder Meter hart umkämpft wurde.

In der ersten Halbzeit lief es noch einigermaßen. Buchti schießt nach einem Abpraller das 1:0 und die wild aufspielenden Löwen beißen sich (zunächst) die Zähne aus. Gegen Ende der ersten 45. Minuten dann allerdings mit Powerplay. Kurz vor Schluss verpasst Mölders knapp, sehr knapp. Dann der Halbzeitpfiff. Puh! Durchatmen. Bier, Kippe und die fragenden Gesichter. Hoffentlich geht das gut?

In der zweiten Halbzeit dann das gleiche Spiel. Sankt Pauli versucht die Partie nach eigenen Vorstellungen aufzuziehen, doch die Münchener haben es immer wieder drauf, einem ihre Gangart aufzudrängen. Auf den Rängen ging es dafür ordentlich ab – teilweise bis zum Aussetzen der Stimme. Dann plötzlich das Foul. War das eins? Pfiff, Elfmeter. Wir pfiffen lauter, aber das 1:1 war unabwendbar. Ätzend! Kurz darauf dann aber wie aus dem nichts das 2:1 nach einer Ecke durch Nehrig. Yeah! 
Wir liegen uns den Armen, das Stadion tobt. Sollte es doch noch klappen mit Sieg Nr.2?

Tja, leider nein. Dank eines Strichs von Andrade in der 77. Minute, gefühlt gerade mal 60 Sekunden nachdem wir Bernds Treffer bejubelt haben. Und wieder waren die Kinnladen unten. Man, schade! Warum können die Dinge nicht zur Abwechslung einfach mal gut für uns ausgehen? Nach diesem starken Kampf, der gerade in der letzten Viertelstunde mehr als explosiv war. Aber gut, es hat halt einfach nicht sein sollen. Alles gegeben. Die Stimme 90. Minuten überreizt. Angefeuert, im Wechsel gesungen und in die Hände geklatscht. Doch die Löwen erwiesen sich eben als zu bissig und unser FCSP zum Teil als nicht konsequent und abwehrsicher genug.

Aber okay. Es gibt ja noch ein Rückspiel. Die Revanche. Wir bewahren also einfach einen kühlen Kopf und bleiben entspannt – definitiv entspannter als die einen oder anderen an diesem Abend dann doch leider waren.

Und: die verlorenen Punkte holen wir uns morgen in der Hauptstadt zurück!  

  

 

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