Kein Fußball in Bielefeld oder doch

Mensch möchte gar nicht anfangen, der Fußballball-Mafia DFB die Schuld daran zu geben, dass ein Fußballspiel auswärts am Montagabend nicht zu den bevorzugten Spieltagsansetzungen eines Fans gehört. Auch nicht zu denen der sogenannten Allesfahrer.

Schauen wir ein Jahr zurück. Wer erinnert sich nicht gerne an das erste Spiel unter Ewald Lienen, Mittwoch 18.30 Uhr bei strömendem Regen, mit 13 Punkten aus der Hinserie im Rücken in der Spieldose des Audi Konzerns in Ingoldstadt.

In den Erinnerungen eine der im vorhinein unnötigsten Touren, aber als Ewald Lienen dort vor den Block trat und minutenlang die knapp 1000 Unentwegten anfeuerte, hatte sich die Tour gelohnt. Ewald Lienen hat dort Leidenschaft versprüht, gezeigt, dass es beim Fußball auch auf uns Fans ankommt, auf die Atmosphäre, die wir in einem Stadion erzeugen können und die so dazu gehört wie der Ball zum Spiel.

Nun könnte Mensch doch auf die Idee kommen, dass die kurze Entfernung zur Metropole Ostwestfalens und unsere seit Ewigkeiten gehegte Abneigung gegenüber den Fans eines Vereins, der die Farben schwarz, weiß und blau sich auf die Fahnen malt, von den Spieltagsansetzern der Mafia nur als fanfreundlich gemeint sein kann.

Das ist natürlich nicht der Ansatz. Der bloße Handel mit der Ware Fußball ist und bleibt das Motiv. Die Geldbörsen der einen bereichern die erhofften Einschaltquoten, weil das Duell nun mal seine Brisanz hat. Für den Konsumenten vorm TV bleibt, wenn es denn so kommt, ein spannungsgeladener Abend vor der Glotze mit einem klasse Spiel und der von uns Fans erzeugten unglaublichen Atmosphäre.

Dass diese dann noch von der Regie im Ü-Wagen manipuliert wird, ist schlichtweg eine Frechheit und eine Verarsche des armen TV-Konsumenten.

So wohl auch geschehen am Montagabend in Bielefeld. Wo der Support in unserem Block kräftig, durchgängig, öfter mal richtig laut war – ganz im Gegensatz zu dem, was da im TV ankam.

Der Gästestehblock in Bielefeld ist von den Sichtverhältnissen ja eine Frechheit (nur übertroffen von Cottbus), die Akustik unter und neben der Blechkonstruktion aber eine, in der es Spaß macht zu supporten.

Dieses Gefühl, mit den anderen im Block alles für den magischen FC zu geben, ihn nach vorne zu brüllen, das emotionale Auf und Ab, der Zusammenhalt, die vielen bekannten Gesichter: all das lässt einen auch an Fußball in Bielefeld glauben.

An dieser Stelle einen Gedanken an die vielen von uns, denen die A. von Bullen und DFB dieses Erlebniss auf längere Zeit geklaut haben. Viele, die gefehlt haben und fehlen werden, die aber die Tour nach Ostwestfalen mitgemacht haben um doch etwas von dem zu haben, was uns, zu aller erst, verbindet: das Erlebniss eines Spieltages, mit allem was dazu gehört und Fußball ausmacht. Diffidati !!!

Ach ja, das Gebolze auf dem Acker hatte mit Fußball nicht viel zu tun.

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