Offener Brief von Grenzenlos Sankt Pauli*

Liebe Spieler des FC St. Pauli,

wir haben verstanden!

Wir haben uns durch Debatten rund um einzelne Spieler ein Stück weit vom Wesentlichen abbringen lassen. Von unserem Weg, von unseren Zielen, von unserer Leidenschaft.

Und auch das ist eben so: Wir haben die Situation, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat und die ganz sicher niemand so haben wollte, unterschätzt und uns von der öffentlichen Diskussion wie auf einer Luftmatratze im Pool auf Mallorca treiben lassen.

Wir als Fans hätten uns eher zu Wort melden müssen – aber das tun wir jetzt. Ohne Wenn und Aber. Aus purer Überzeugung!!! So geht es nicht weiter (oder vermutlich doch).

Es sollte nicht mehr um Versäumnisse der Vergangenheit gehen. Auch nicht um die Interessen Einzelner. Wir alle sollten einmal tief Luft holen und uns überlegen, worum es geht: Um ein Gefühl eines Stadtteils. Um einen Klub, der kurz vor der Insolvenz gestanden hat und dann von der Regionalliga bis in die Bundesliga aufgestiegen ist. Um Familien (denkt jemand an die Kinder?), um Gruppen(kuscheln), um Einzelne, um Freundeskreise (toller Song: A-N-N-A), um Fanklubs und viele mehr, die sich seit Jahren auf das Wochenende und St. Pauli in der 2. Bundesliga freuen.

Wir sind nicht blauäugig (Ich zum Beispiel habe braune Augen). Klar, mit dem ein oder andere Spieler wird sich die Leistung nicht kurzfristig ändern – aber es geht um mehr als das. Wir sind sicher, dass dieser Klub, diese Stadt, diese Fans so viel wert sind, dass sich neue Spieler finden werden, die andere Spieler im Millerntor mitreißen.

Und für diese Spieler werden wir werben und werden diese unterstützen. Hand drauf!

Zudem freuen wir uns tatsächlich auf das Spiel gegen Braunschweig. Wir wissen auch, dass viele unserer Spieler in Sorge sind, was das Ergebnis am Samstag angeht – aber es gibt wirklich Schlimmeres, als sich mit dem nervigsten Verein der Welt diesseits der Zone in einem Punktspiel messen zu müssen (Weckerklingeln, Junggesell_Innenabschiede, Hannover 96).

Viele Traditionsvereine, die in den unteren Ligen spielen, würden gerne mit uns tauschen. Die würden gerne in der 2. Bundesliga spielen. Aber wir sind dabei. Und wir bleiben dabei.

Niemals allein. Wir gehen Hand in Hand (Denn die Hand, die ich halte, kann mir nicht die Ohren langziehen)!

Los jetzt – packen wir es alle gemeinsam an!

St. Pauli, den 5. März 2015

*Die Aussagen dieses Artikels spiegeln hoffentlich nicht die Meinung lebender Personen wider. Etwaige Ähnlichkeiten mit so oder vergleichbaren Äußerungen sind eigentlich undenkbar und daher zufällig.

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3 Gedanken zu “Offener Brief von Grenzenlos Sankt Pauli*

  1. Die „Komplettverlinkung“ ist etwas strange (und vermutlich nicht gewollt). In der Mail bin ich so direkt bei H96 anstatt hier gelandet…

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