Fußball ist ein Wunschkonzert #1: Klassenerhalt

Die Lage ist prekär. Da erzähle ich euch nichts Neues. Für unseren FC St. Pauli bleibt in dieser Saison nur noch ein Ziel: Abstieg vermeiden. Egal wie. Dafür haben noch zwölf Spiele plus eventuelle Relegation. Auch wenn derzeit nicht viel dafür spricht, ist der Klassenerhalt aktuell mein sehnlichster Wunsch.

Aller guten Dinge sind 2

Manche versuchen schon das Positive an einem immer wahrscheinlicher werdenden Abstieg zu finden. Kurze Wege, „attraktive“ Gegner, weniger „Event“-Fans. Zudem soll ein Neuanfang eine Klasse tiefer vergangene Fehlentwicklungen beenden. Ein Reset sozusagen, zumal keiner unserer Spieler ein Vertrag für die dritte Liga haben soll. Ob ein Gang in Liga drei  in irgendeiner Form reinigende Kräfte haben kann, weiß ich nicht. Ich glaube nicht daran und scheue das Risiko viel zu sehr.

Finanzielle Ungewissheiten wegen Stadionumbau und fehlender Fernsehgelder können den Verein langfristig ins sportliche Abseits schießen. Dass die dritte Liga kein Selbstläufer ist, durften nicht nur unsere Freunde aus Rostock erfahren. Streichungen in der Geschäftsstelle könnten zudem die Folge sein. Dass, wie Wolf Schmidt beim Kessel Braun-Weißes erklärte, im Falle eines Abstiegs das AFM-Radio gefährdet wäre, ist ein weiterer Baustein, der den Klassenerhalt wichtiger denn je macht.

Das Ende der Graustufen

Im Fußball gibt es grundsätzlich mehr als Sieg oder Niederlage (und Unentschieden). Spiele können kurios, aufschlussreich oder ungerecht sein. Dann können Fans und Trainer über den Willen, den Schiedsrichter oder Lernfähigkeit sprechen. Alles richtig. Das interessiert aber nicht mehr. In unserer derzeitigen Situation hilft nichts außer dem nackten Gewinnen.

Es interessiert nicht, dass sich manche oder alle Spieler voll reinwerfen. Es interessiert nicht, ob der Schiedsrichter mit seiner Linie Schlangen fährt. Es interessiert nicht, dass die Leistung nicht mehr ganz so schlecht ist wie vor einem halben Jahr. Was ich mir wünsche ist, dass wir gewinnen. Ziemlich egal, wie. Indem wir Eigentore erzwingen, den Gegner verängstigen oder die Schiri zuschwallern. Ich will, das jemand leidet: Die anderen. Kurzum: Ich wünsche mir ein weiteres Jahr in der zweiten Liga. Danke, liebes Team.

Header-Bild: © Ajepbah, via Wikimedia Commons

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