Entscheidend ist, was hinten rauskommt

© Aux Armes!

So, da sind wir wieder. Ganz unten. Tabellarisch, emotional, von der Gastfreundschaft her. Möchte hier irgendwer etwas über den 18. Platz, ein frustierendes 0:1 – dem auch noch ein Foul voranging – lesen und wie schlecht, überfordert und unpassend dieser Spieler oder jener Verantwortlicher ist? Bitte sehr, klickt euch in die Abgründe der beiden Fs hinein. Hier allerdings gibt es davon nichts. Wozu auch? Meine Laune ist ohnehin mies genug. Und eine erbauliche Vorbereitung auf den Trip nach Ingolstadt ist das sicher auch nicht. Von sportlichem Stellschrauben haben wir auch null Ahnung. Sogar auf Wortspielchen verzichte ich an dieser Stelle (fast), obwohl sie sich doch so anbieten. Deshalb dürft ihr hier nur die positiven Dinge dieses 17. Spieltages lesen. Genießt es, so lang ihr noch könnt…

Der Sonntag begann, wie so ein Sonntag beginnen sollte. Ausgiebiges Sektfrühstück, weil es später vielleicht keinen Grund geben könnte, die Korken knallen zu lassen. Spieltage antizipieren. 20141214_101359 Und es ging ebenso erfreulich weiter. Mit dem Gewinn der Platzwahl konnten wir den nächsten Erfolg verbuchen. Die zweiten 45 Minuten auf unser Tor, das Team in der entscheidenden Phase nach vorne und damit zum Tor schreien. Dieses eine Lied (Namen vergessen) läuft und wir fahren drei Punkte ein. Guter Matchplan, zumindest. IMG_2784 Den unterstelle ich sogar ein wenig dem Trainerteam um Meggle. Ganz stumpf hinten dicht machen, nicht wieder – am besten noch in Halbzeit eins – zwei Tore fangen. So sollte es klappen. Wie auch sonst, ihr Schlaumeier da draußen. Gut, nach vorne ging dann so gut wie gar nichts. Aber darüber wollte ich ja nicht schreiben. Zumindest satte 85 Minuten und ein paar Sekunden ging das defensiv auf. Ich hätte mit einem 0:0 gegen ein Spitzenteam (ja!) leben können. 20141214_132523 Zu guter Letzt noch einige Worte zu Deniz Naki, der ja von Fanseite nicht nur virtuell immer wieder gefordert wird. Die Gruppe derer, die ihn als erlösergleich herbeisehnt, kann ich kaum ernst nehmen. Da regt sich in mir die bösartige Hoffnung, das Naki ruhig kommen soll, damit solche naiven Forderungen als Dünnpfiff entlarvt werden. Andererseits: wenn er da wäre, hätte er wiederum meine volle Unterstützung. Was ich damit sagen möchte: Er allein reißt hier gar nichts. Denn die Qualitäten, die ihm häufig unterstellt und dem derzeitigen Team in Abrede gestellt werden, sind mitreißende Emotionen und Identifikation. Dass solche Eigenschaften dem jetzigen Team fehlen, konnte man den tief enttäuschten Gesichtern nach dem Spiel ganz sicher nicht entnehmen. Dass solche Eigenschaften aber für sich wenig bringen, konnte man während des Spiels gut erkennen. https://twitter.com/rim_light/status/544384677378031616 Was wir brauchen, sind mindestens elf eingespielte, fitte und selbstbewusste Spieler. Dann darf auch gerne einer von ihnen Deniz Naki heißen. Denn: Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Und das war gestern am Ende mal wieder nichts.

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