Tja, Pustekuchen!

Es gibt so Tage, an denen die Geschichten einfach nicht so ausgehen, wie vorgesehen.

„Kick it like Darmstadt“ – so sollte die Überschrift zum heutigen Auswärtsspiel gegen den FSV Frankfurt eigentlich lauten. Der geniale Plan dahinter: Der magische FC fegt die Möhlmann-Elf galant 4:0 vom Platz (so wie die Darmstädter Lilien) und kommt voller Selbstbewusstsein zurück ans Millerntor, um Union am Sonntag gepflegt den Hintern zu versohlen.

Tja, aber was soll ich sagen: Pustekuchen!

Dabei sah es zu Beginn tatsächlich so aus, als würde unsere grenzenlos waghalsige Fußball-Fantasie tatsächlich Realität werden können. In der ersten halben Stunde war von Rasen-Kunst zwar nicht all zu viel zu sehen – mit anderen Worten: 0 Chancen für Braun-Weiß – trotzdem wehrte Tschauner zwei starke Torversuche des FSV mustergültig ab, unter anderem einen hübschen Fallrückzieher, den ich schon im Tor gesehen hatte, und auch Lasse Sobiech war wieder ganz der Fels in der Brandung vor unserem Kasten. Schön. Das ließ doch hoffen. Außerdem konnte sich der Zuschauer vorm TV über lautstarken Support der rund 3000 mitgereisten Fans freuen, der wirklich phänomenal war.

Aber zurück zum Fußball. Der wurde zum ersten Mal spannend, als der Schiedsrichter nach Foul an Sobiech nach ca. einer halben Stunde auf den Punkt zeigte. Doch obwohl die meisten von uns instinktiv die Augen zuhalten wollten, konnte Chris Nöthe den Elfer ganz lässig zum 1:0 verwandeln. Puuuh. Und genau so ging es überraschenderweise weiter. Etwa drei Minuten später netzte Ratsche nach einem traumhaften, langen Pass von Dennis Daube zum 2:0 (!!!) ein und durfte endlich sein erstes Saisontor bejubeln – und das mit so viel Freude, das man am liebsten auch vom Barhocker aufgesprungen wäre.  „2:0-Führung zur Halbzeit – das gab es ja ewig nicht“, freute sich ein Grenzenloser in diesem Moment maßlos. Tja, aber Pustekuchen. Das gibt’s auch heute nicht. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte der FSV nämlich nachlegen. Aber „scheiß drauf, wir liegen ja immer noch vorne.“

Tja, aber leider nur bis zur 58. Minute, als das Unglück seinen Lauf nahm. Nach einem heillosen Durcheinander vor Tschauners Tor netzte der von Tschauner angeditschte Ziereis zum 2:2 blöderweise selbst ein, und gleich vier Minuten später brachte Grifo den FSV auch noch in Führung. Tja, 3 Tore in 18 Minuten zu bekommen – das muss man auch erstmal schaffen, würde ich sagen. Woran es lag? Ich weiß es nicht. Vorübergehende Unsicherheit? Doch der Fluch des Klabautermanns? Der Hessen-Fluch?

Während wir nur noch mit dem Kopf schütteln und Kette rauchen konnten, legten sich die Braun-Weißen immerhin noch einmal richtig ins Zeug, statt den Kopf hängen zu lassen. Besonders der eingewechselte Sebastian Maier brachte neuen Wind in die Partie, sodass das Kopfschütteln in den letzten Minuten dann doch noch in nervöses Zappeln unsererseits überging. Und zu einem lauten Jubeln, als Dennis Daube in der 86. Minute zum Ausgleich und gleichzeitigem Endstand von 3:3 traf. Wahnsinn. Oder auch: Schwein gehabt.

Oder wie es die Kollegen vom magischer FC Blog ausdrücken:

magischerfcblog

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4 Gedanken zu “Tja, Pustekuchen!

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