Würde es gehen, würde ich dich umarmen

Aus und vorbei. Das gilt neben der laufenden Saison ebenso für die Karriere von Fabian Boll. Zum Abschied gab es ein 2:2 gegen Aue und ganz viele Emotionen.

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Deckel drauf. „Endlich“ wieder Braunschweig

Sportlich interessierte dieses letzte Spiel wohl die wenigsten. Fesselnder war da der Abstiegskampf in Liga 1, der zwangsweise in Braunschweig verfolgt werden musste. Vor der Abreise wurde noch das Abschiedsplakat für einen unserer Spieler gepinselt, dessen Abgang nicht leicht zu verstehen war. Samstag galt es dann in der niedersächsischen Provinz einen TV-Bildschirm zu finden. Der Regen trieb einen in die nächstbeste Kneipe, die mit dem Logo des Bezahlsenders warb. Die entpuppte sich als Eintracht-Alkoholfreunde-Kaschemme. Sollte in keinem Touristenheft unerwähnt bleiben. 90 Minuten Trauerspiel in Hoffenheim bei gleichzeitigen Niederlagen von Nürnberg und hsv später rettete sich letztgenanntes Team mit einem starken Saisonfinale in die Relegation. Wir freu’n uns schon. Auch wenn wir nicht dabei sind. Dafür können wir in der kommenden Spielzeit wieder unsere Freunde aus der Löwenstadt begrüßen. „Juhu“.

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Eine fette Nummer: Choreo für unsere #17

Zum Pflichtgeschehen auf dem Rasen braucht es nicht vieler Worte. Sehr angenehm fiel auf, das Trainer Vrabec allen Abgängen ein letztes Auflaufen am Millerntor ermöglichte. Bartels und Kapitän Boll holten sich den Applaus bei ihrer Auswechslung ab, Mohr und Schindler kamen noch zum Kurzeinsatz. Im ersten Durchgang zeigten die Braun-Weißen einen flotten Kick, trafen durch Nöthe und Maier. Die Gäste aus Aue kamen zwei Mal zum Ausgleich. Ein drittes Tor gönnten sie dem FCSP nicht. Auch Bolls charmante Überredungsversuche prallten an Männel und Co. ab. Die beste und letzte Chance hatte Schachten, dessen Ball Schindler unfreiwillig auf der Linie klärte (ob dies als Sinnbild einer sich selbst im Wege stehenden Mannschaft dient, naja). Das Tableau zeigt einen achten Platz und damit eine leichte Verbesserung zum zehnten Rang der Vorsaison. Klasse – bleibt doch für die kommende Spielzeit Luft nach oben.

Nach Abpfiff wurde es so mitreißend wie  zu befürchten war. Thees Uhlmann gab mit seiner Liveperformance von „Das hier ist Fußball“ den Auftakt zur Gänsehaut-Orgie. Die Südkurve bescherte unserer Nummer 17 dann eine würdige und farbenfrohe Rauch- und Lichtershow. Fabian Boll machte dem Publikum in seiner Rede dann Mut, dass auch nach seinem Abgang St. Pauli bestehen bleiben wird, wenn wir jedes zweite Wochenende auf den Rängen ein Feuerwerk [sic!] abbrennen. Das ganze Stadion dankte es ihm mit einem letzten und satten „You’ll never walk alone“. Auf keinen Fall, Boller!

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Die kommen wieder, keine Frage

Randnotiz: Auch wenn viele sich ungern mit dem „Gegenüber“ gemein machen, haben die Auer ein Kompliment für ihren Auftritt verdient. Applaus für Boll, beim YNWA mitgemacht und (anders als große Teile der Haupt) bis zum Ende der Zeremonie durchgehalten. Dafür gab’s dann auch ein „Gästeblock“ von weiten Teilen der Süd, Gegengerade und Nord.

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Quo vadis Boll? Mit dem Bierchen auf die Couch?

Anschließend tummelten sich viele Spieler rund ums Stadion herum, ließen sich geduldig knipsen, verteilten Unterschriften und hielten den ein oder anderen Plausch. Die größte Menschentraube sammelte sich natürlich um Boller, der allen Anfragen geduldig gerecht wurde.

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