Der reine Almtraum

Nach einer 2:0-Führung reicht es im windigen Bielefeld nur zu einer 2:2-Niederlage. In der Nachspielzeit bringt sich St. Pauli um den Auswärtssieg. Insider vermuten, dass es daran lag, dass wir unseren Doppelhalter nicht mit in die Kurve nehmen durften. Denn dann hätten wir den Kahn in der 93. Minute sicher noch herum reißen können – was zu grenzenloser Freude geführt hätte…

Am frühen Sonntagmorgen ging es für das braun-weiße Sextett bei grenzenlos guter Laune in Richtung Ostwestfalen – auf der Suche nach der Stadt, die es laut Geschichten und Sagen überhaupt nicht geben dürfte: Bielefeld. Um 10:20 Uhr erreichten wir das Nirgendwo, das wir nach einer ersten Konfrontation mit den uni(n)formierten Kollegen auch besichtigen durften. Unser Highlight in Bielefelds Innenstadt war jedoch nicht die einzigartige Architektur, sondern ein junger Mann, der sich lautstark mit einem Schaufenster-Plakat über anstößige Themen unterhielt. So ist das hier, in Bielefeld.

Nach Zusammenkunft mit anderen Braun-Weißen ging es schließlich Richtung Stadion, wo wir auch das eine oder andere bekannte Gesicht mit lauten „Komm-schon-Rufen“ freudig begrüßen durften. Sonntagvormittag mit ein paar hundert Leuten durch Wohngebiete schlendern, das könnte man öfters machen.

Die Stimmung in diesem komischen Quetschgästeblock war vom Anpfiff weg ziemlich klasse. Nur für die Nackenschmerzen durch schräge Kopfhaltung dürften die Bielefelder Stadionbauer gerne 10 € Eintrittspreis abziehen. Der verschossene Elfmeter und das 1:0 durch Lennart Thy ließ die Heimkurve (direkt ausm Wald gekomm‘) hörbar verstummen.
Nach dem Seitenwechsel spielte unser Team deutlich zurückhaltender. Eine schnelle Kombination zwischen Bartels und Buchtmann konnte Christopher Nöthe nach einer Stunde dann aber zur 2:0-Führung nutzen. Bielefeld spielte – keinesfalls schön – unbeirrt weiter. Der eingewechselte Przybyłko nutzte zwei Flanken von Appiah und den Begleitschutz von Thorandt zum Doppelschlag. Dass der Ausgleich erst in der Nachspielzeit fiel, macht den Ausgang der Partie zwar ärgerlich, aber nicht völlig ungerecht. Eine gewisse Schockstarre nach diesem Spielverlauf war im Gästeblock dennoch zu verspüren.

Die größte Aufgabe stand unserer Gruppe allerdings erst nach dem Spiel bevor, als wir uns auf die Suche nach einem vernünftigen Imbiss machten – am Sonntagabend. In Bielefeld. Letztlich gelang das mit etwas mehr Erfolg als der Kick zuvor, so dass wir die schönste größte Stadt Ostwestfalens mit einer gewissen Sattheit verlassen konnten.

PS: Wer glaubt, dass dies ein schwaches Spiel war, lese die Analyse bei spielverlagerung.de!


-via stpauli.nu

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